Bozen – Erlebnis zwischen Nord und Süd

Bozen –

Erlebnis zwischen Nord und Süd

Bozen, Tor zu den Dolomiten
Zentrum der Ferienregion Südtirols Süden ist die Südtiroler Landeshauptstadt Bozen. Die Stadt liegt am Zusammenfluss von Eisack, Etsch und Talfer in einem weiten Talkessel, der sich zu den Dolomiten hin öffnet. Im Osten beherrscht der sagenumkränzte Rosengarten den Blick. Der Bergstock ist ein Symbol für die Stadt, gleich wie die Rebanlagen die gut ein Siebtel des Stadtgebietes ausmachen. Von Bozen weg schwingen sich drei Bergbahnen auf den Ritten, nach Jenesien und Kohlern. Über eine gut ausgebaute Straße, ist auch das Sarntal in wenigen Minuten erreichbar.

Bozen, die Handelsstadt
Bozen wurde bereits von den Römern aufgrund ihrer strategischen Lage gegründet. Pons Drusi nannten sie den Militärstützpunkt, von dem aus sie nach Norden vorstoßen wollten. Gewachsen und groß geworden ist Bozen aber durch den Handel. Über den Wasserlauf der Etsch wurden die Waren aus dem Orient von Venedig heraufgebracht. In Bozen wurden sie dann auf großen Märkten angepriesen. Die Fürstin Claudia de‘ Medici erkannte die strategische Bedeutung der Stadt und verlieh ihr Handelsprivilegien, die Bozen zu einem begehrten Warenumschlagplatz werden ließen. Und das ist es noch heute.

Bozen - Bozner Dom

Foto: Verkehrsamt Bozen

Kunst erleben
Dem Reichtum der Handelsleute im Mittelalter hat Bozen auch seinen Altstadtkern zu verdanken. Die Kaufleute bauten hier ihre Handelshäuser im gotischen Stil und breiteten unter den dazugehörigen Lauben ihre Waren aus, Hans Lutz von Schussenried meißelte das filigrane Sandsteinwerk des Bozner Pfarrturmes, Michael Pacher schuf den herrlichen, gotischen Flügelaltar in der Alten Pfarrkirche von Gries. Im 14. Jahrhundert holte der Merkantilmagistrat die bedeutendsten Maler der damaligen Zeit nach Bozen. Gemeinsam schufen sie Freskenmalereien, die den Übergang von der Linie zur Fläche dokumentieren. Schüler Giottos brachten in der Johanneskapelle der Dominikaner Kirche ihre feinen Pinselstriche an.

Mozart in Bozen
Im 17. Jahrhundert griff die Familie Menz in die Musikgeschichte ein. Die immens reichen Kaufleute unterhielten in Bozen eines der ersten Opernhäuser Europas. Dort wurden neapolitanische Buffoopern in deutscher Fassung aufgeführt und später nach Wien weitergereicht, wo sich Mozart daran ergötzte. Der große Komponist machte sich in der Folge eilends nach Italien auf und nächtigte auf seinem Weg in Bozen, natürlich bei der Familie von Menz.

Gries
Im 19. Jahrhundert errang Bozen/Gries Weltruhm als Kurort. Der Geld- und Hochadel Europas wandelte auf der Guntschna-Promenade. Die Dostojewskaia konnte sich gar bis zu ihrem Tod nicht lösen. Sie wurde auf dem Friedhof der gotischen Pfarrkirche von Gries begraben, heute befindet sich ihre Grabstätte im städtischen Friedhof in Oberau.

Rationalistische Architektur
Mit dem Faschismus kamen neue Herren nach Bozen. Aber auch ihnen lag die Kultur am Herzen. Mussolini beauftragte die besten Baumeister Italiens. Piacentini entwarf einen neuen Stadtteil, der Eingang in die Lehrbücher fand. Das Siegesdenkmal wurde erbaut. Es ist nicht nur eines der wenigen faschistischen Relikte Italiens, sondern es wurde auch als sichtbares Zeichen des Sieges über die deutschsprachige Bevölkerung in Südtirol erbaut. Mussolini beorderte dafür die besten Bauleute und Künstler seiner Zeit nach Bozen. Marcello Piacentini, Adolfo Wildt, Pietro Canonica, Libero Andreotti und Guido Cadorin drückten ihre Handschrift auf. Das Denkmal wurde kürzlich als “Mahnmal” vorbildlich restauriert, in seinem Untergeschoss findet sich bald ein frei zugängliches Dokumentationszentrum der Kriegs- und Diktaturzeit in Südtirol. Hinter dem Denkmal entstand in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein neuer Stadtteil im rationalistischen Stil.

Bozen - Waltherplatz

Waltherplatz – Foto: Verkehrsamt Bozen

Bozner Dolce Vita erleben
Heute ist Bozen ein lebendiger Treffpunkt von Nord und Süd. Deutsche und Italiener leben friedlich zusammen und bereichern sich gegenseitig. „Bozner dolce vita“ ist eine berauschende Mischung aus deutscher Gründlichkeit und italienischem Charme. Das europäische Multi-Kulti hat es vielen Künstlern angetan, allen voran dem großen Dirigenten Claudio Abbado, der Bozen zur Residenzstadt für seine Jugendorchester auserkor und hier die Gustav Mahler Musikakademie gründete. Das prickelt in der Luft, das macht Bozen zu einem neuen Bezugspunkt in Europa.

Sehenswertes in Bozen
Bozen hat einen charakteristischen Altstadtkern mit gotischen Stadthäusern, den Lauben, die heute wie ein „mittelalterliches Shopping-Zentrum“ wirken. Außerdem gibt es die zwanzig Burgen und Schlösser im Stadtgebiet. Prägend sind die Rebanlagen, die gut ein Siebtel des Stadtgebietes bedecken. Mitten in der Stadt wächst einer der besten Weine Südtirols, der preisgekrönte Grieser Lagrein. In der Südtiroler Landeshauptstadt gibt es auch nicht weniger als fünf Museen, darunter das Südtiroler Archäologiemuseum, wo die 5.400 Jahre alte Ötzi-Mumie ausgestellt wird. Die New York Times zählt dieses Museum zu einem der culture-musts Europas. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Sensationsfundes, widmet das Museum dem Mann aus dem Eis die Sonderausstellung Ötzi²º bis 13.12.2013. Den ältesten profanen Freskenzyklus Europas gibt es auf Schloss Runkelstein zu bestaunen. Die Burg trägt deshalb den Übernamen „die Bilderburg“.

Schloss Sigmundskron – Messner Mountain Museum
Auf einem Felsvorsprung im Süden der Stadt Bozen liegt Schloss Sigmundskron. Dort hat Reinhold Messner im Juni 2006 das MMM Firmian (Messner Mountain Museum Firmian) eröffnet. Es ist der Mittelpunkt des weltweit ersten Bergmuseums, das sich auf fünf Standorte verteilt. Jedes der Museumshäuser widmet sich einem bestimmten Thema. “Der verzauberte Berg”, wie Messner das MMM Firmian nennt, zeigt die Hauptwerke aus der Sammlung des Extrembergsteigers. Dazu gehören Bilder zu den Alpen und den Achttausendern der Welt. Darüber hinaus ist ein Zengarten und ein Amphitheater für Konzerte und Theateraufführungen rund um das Thema Berge entstanden.

Schloss Runkelstein
Im Norden der Stadt liegt Runkelstein. Die 600 Jahre alte Burg birgt den größten, erhaltenen, profanen Freskenzyklus Europas. Turnierspiele, Minnesang und die Liebesgeschichte von Tristan und Isolde schmücken die mittelalterlichen Wände. Die Fresken sind wie ein Bilderbuch der Mode im Mittelalter. Pasolini drehte unter anderem auf Runkelstein einige Szenen des Filmstreifens „Il Decameron”.

Bozen - Schloss Runkelstein

Schloss Runkelstein – Foto: Verkehrsamt Bozen

Schloss Maretsch, die Burg im Weinberg
Mitten in der Stadt und eingebettet in eines der schönsten Weingüter der autochthonen Sorte Lagrein liegt Schloss Maretsch. Von hier gibt es einen herrlichen Ausblick auf den Rosengarten. Auch in Maretsch gibt es Fresken. Dort kann man sie bei Besichtigungen bestaunen, aber auch während einer Tagung genießen. Denn im alten Schloss, umgeben von einem weitläufigen Weingarten, ist ein modernes Konferenzzentrum eingerichtet.

Die Haselburg, eine Festburg
Seit wenigen Jahren ist auch die Haselburg wieder dem Publikum zugänglich. Die Burg liegt entlang der großen Promenade, welche den weiten Talkessel Bozens umschließt und ist ein gemütlicher Einkehrort über der Stadt.

Stadt der Museen
Südtiroler Archäologiemuseum
Magnetischer Mittelpunkt für alle Bozentouristen ist der Ötzi. Die 5.400 Jahre alte Mumie aus der Kupferzeit wird im Südtiroler Archäologiemuseum aufbewahrt. Die Gletschermumie ist eine der bekanntesten Bozner Sehenswürdigkeiten. Über 300.000 Menschen pro Jahr bestaunen die unglaublich gut erhaltenen Fundstücke aus dem Ewigen Eis die originalgetreuen Reproduktionen, unter anderem die erstaunlich lebend wirkende Ötzi-Nachbildung auf der Grundlage von anatomischen 3D-Modellen.

Naturmuseum Südtirol
Vor Jahrmillionen gingen auf der Erde große Veränderungen vor sich. Die Meere gingen zurück und aus dem Wasser tauchten die Korallenriffe auf. Die Dolomiten entstanden. Dokumentiert wird diese faszinierende Entstehungsgeschichte im Naturmuseum Bozen, wo es außerdem eines der schönsten und größten Aquarien Europas zu sehen gibt, neben interaktiven Anschauungsobjekten, die jeden Museumsbesuch auch für Kinder zur Freude werden lassen.

Merkantilmuseum
Im Merkantipalast unter den Lauben, wo einst die Bozner Kaufleute ihren Sitz hatten, ist heute ein überaus schönes und lehrreiches Museum eingerichtet. Auf einem Rundgang durch die prachtvollen Räume erfährt man Wissenswertes über die erste Wechselstube Europas, über das Geschäftsgebaren der mittelalterlichen Kaufleute und über die von Claudia de Medici der Stadt Bozen verliehenen Handelsprivilegien.

Museion
Das Bozner Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, ein Projekt des Berliner Architekturbüros KSV Krüger, Schubeth, Vandreike, hat sich mit seinem Gebäude einen Nischenplatz unter den europäischen Museen erobert. In großartigen Wechselausstellungen werden Künstler von Weltrang vorgeführt.

Stadtmuseum
Zeugnisse mittelalterlicher, gotischer und barocker Kunst, eine bedeutende Ausstellung von traditionellen Trachten und Objekten der Tiroler Volkskultur erwarten den Besucher im ältesten Museum Südtirols. Zur Zeit zu sehen die Sonderausstellung „Liebesgaben“ und „Auf Esels Rücken“, ausgewählte Werke aus den Museumssammlungen und aus privatem Besitz.

Bozen - Blumenmarkt

Blumenmarkt – Foto: Verkehrsamt Bozen

Fünf gute Gründe nach Bozen zu kommen:

1. Die Kultur
Bozen lockt mit den Größen der internationalen Musikszene. Oper, Konzert und Musical haben im Neuen Stadttheater ihren fixen Platz. Im Sommer gibt’s das Bolzano Festival Bozen mit Orchesterabenden, dem Klavierwettbewerb Ferruccio Busoni und der Gustav Mahler Akademie. Im Juni schon steht das Jazzfestival auf dem Plan und im Juli lockt der Tanzsommer mit Ballettabenden und Kursen.
2. Die Natur
Bozen liegt in einem weiten Talkessel, von wo aus man in Minutenschnelle mitten in den Bergen ist. Drei Seilbahnen schwingen sich in luftige Höhen.
3. Die Geschäfte
Shopping ist in Bozen einmalig. In den Geschäften gibt es exklusive italienische Designermoden und eine reiche Auswahl an Tiroler-Loden. Dazu Möbel und all die kleinen schönen Dinge, die das Leben angenehm erscheinen lassen. Günstige Gelegenheiten gibt es auf den berühmten Wochenmärkten.
4. Die Museen
300.000 Besucher im Jahr zählt allein das Archäologiemuseum, wo die 5.400 Jahre alte Eismumie Ötzi ausgestellt wird. Tausende zieht es ins Naturmuseum, nach Schloss Runkelstein. Und das MMM Firmian wird in wenigen Jahren wohl auch alle Rekorde brechen.
5. Der Christkindlmarkt
In der Adventszeit ist Bozen in ein vorweihnachtliches Kleid gehüllt. 80 Aussteller sorgen am Waltherplatz für Atmosphäre. Auf den umliegenden Bergen liegt dann oft schon Schnee. Samstag am Christkindlmarkt, Sonntag in die Schneeberge, das ist der beste Mix für ein Dezemberwochenende.

Die Jahreszeiten:

BOZEN IM FRÜHLING
In Bozen beginnt der Frühling eine ganze Woche früher. Noch bevor am Gardasee die ersten Knospen sprießen, steht die Guntschna-Promenade in voller Blütenpracht. Die Einheimischen feiern den Frühling mit der Apfelbaumblüte, dem Traditionellen Bozner Blumenmarkt, dem Speckfest, der Weinkost, und zahlreichen Wanderungen und Radausflügen.

BOZEN IM SOMMER
Der Sommer ist in Bozen ganz der Kultur und Natur gewidmet: der Internationale Tanzsommer Bozen, die Konzerte der europäischen Jugendorchester und des Haydn-Orchesters, er internationale Klavierwettbewerb F. Busoni…. Für Naturliebhaber hingegen warten die verschiedenen Ausflugsziele in der Umgebung. Das Verkehrsamt der Stadt Bozen bietet fast täglich geführte Wanderungen und Kulturausflüge auf der Entdeckung der Umgebung an.

BOZEN IM HERBST
Der Herbst erwartet Sie mit seinen beeindruckenden Farben. Der „Nuie“ (Wein) will verkostet werden, und auf geht’s zum Törggelen. Kürbiswochen und Bauernmarkt sind die Highlights dieser Saison.

BOZEN IM WINTER
Der Bozner Christkindlmarkt findet jährlich im Dezember statt. Er ist als erster Christkindlmarkt in Italien geboren und verleiht der ganzen Stadt eine wunderbare heimelige Atmosphäre. In den Wintermonaten erreicht man von Bozen in kurzer Zeit aus zahlreiche Skigebiete: Ritten, Obereggen, Sarntal, Seiser Alm,… die Stadt ist der ideale Ausgangsort für die verschiedensten Ausflüge… ob Skifahren, Schneeschuhwandern, Rodeln oder einfach durch die verschneite Landschaft spazieren, in circa 30-50 Minuten sind Sie am Ziel. Und am Abend ist in den verschiedenen Lokalen der Altstadt immer etwas los.

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Weitere Infos finden Sie unter:

www.bolzano-bozen.it

Quelle: Verkehrsamt Bozen