Kronplatz – Mit der heissen Nadel gepflegt…

Kronplatz – Mit der heissen Nadel gepflegt

Am Kronplatz liefert die alpine Latschenkiefer die Basis für ein innovatives Wellnessritual

Die Latschenkiefer ist eine Überlebenskünstlerin: Sie besiedelt die unwirtlichsten, hochalpinen Hänge, selbst Schneelawinen können ihr nichts anhaben. Kein Wunder, dass man diesem zähen Gewächs seit jeher Heilkräfte zuschreibt. Aus ihren frischen Nadeln, Zweigspitzen und Ästen gewinnt man das harzig duftende Latschenkiefernöl für medizinische Bäder sowie zur äußeren und inneren Anwendung bei Erkrankungen der Atemwege. In der Südtiroler Ferienregion Kronplatz haben kreative Menschen neue Wege gefunden, das wertvolle Potential der Latschenkiefer zu nutzen.

Auf dem Bio-Kräuterhof Bergila im Pustertal wird dieses kostbare Öl schon seit 1912 destilliert, dabei fallen große Mengen an Latschenkiefernadeln an. Zum achtlosen Wegwerfen sind sie eigentlich viel zu schade, fand Gerd Tauber vom Tauber’s Bio Vitalhotel in Kiens in der Ferienregion Kronplatz und überlegte sich eine einzigartige Anwendung mit diesem Naturmaterial: Das Latschenkiefer-Ritual war geboren.

Peitlerkofel - Sass Putia

Peitlerkofel - Sass Putia - Foto: Laurin Moser

Aus den 100°C heißen Latschennadeln, die direkt von der Brennerei in den Hotelgarten gebracht werden, formt man weiche Mulden, in die man sich hineinlegen kann, sobald die Nadeln etwas abgekühlt sind. Nach einer Tasse Tee kuschelt man sich, eingehüllt in ein Leintuch, in das herrlich duftende Latschenbett und wird mit den 65-75°C warmen Latschenkiefernadeln zugedeckt, um etwa 15 bis 25 Minuten darin zu ruhen. Die Kreislaufbelastung der Anwendung ist mit etwa zwei Saunagängen zu vergleichen.

Nach einer Ruhephase folgt dann die Abkühlung im Naturbadeteich des Hotels. Abgerundet wird dieses sehr intensive Natur-Wellnesserlebnis mit dem eigens kreierten „alpine_healthcare“ Drink aus Apfel, Hagebutte und Latsche und einer Latschen-Arnika Einreibung. Das Ritual findet von Mai bis November einmal pro Woche im Garten des Tauber’s Bio und Vitalhotel statt und dauert ein bis zwei Stunden.

Im alpinen Lebensraum Südtirols gedeihen neben der Latschenkiefer viele wirkstoffreiche Pflanzen – eine einzigartige Ressource, die die Vereinigung der Südtiroler Kräuterbauern mit Ideenreichtum zu nutzen weiß. Drei Betriebe in der Ferienregion Kronplatz veredeln die guten Gaben der Natur zu Produkten wie Tees, Kräuterkissen, Kräutersalzen, Schnäpsen, Likören, Massageölen und Kosmetika, die man in den Hofläden oder online kaufen kann. Eine alte Tradition wird so authentisch gepflegt und zugleich auf innovative Weise weiterentwickelt.

70 verschiedene Kräuter wachsen im Kräutergarten der Familie Niederkofler vom Bio-Kräuterhof Bergila in Pfalzen, kultiviert nach biologischen Richtlinien. Auf Betriebsführungen kann man die Brennerei, in der auf traditionelle handwerkliche Weise verschiedene ätherische Öle gewonnen werden, und den Kräutergarten besichtigen.

Auf dem Kräuterhof Hauserhof der Familie Huber im Bergdorf Wielenberg bei Percha verarbeitet man Heil- und Gewürzkräuter aus eigenem, biologischem Anbau. Lehrreich sind der Kräutergarten mit rund 80 Arten und der Hexengarten mit typischen Hexenkräutern, der Kräutererlebnispfad lädt zu einem meditativen Spaziergang ein. Auch auf dem Agarterhof der Familie Mairvongrasspeinten auf dem Pfalzer Hochplateau verzichtet man auf chemische Hilfsmittel bei der Kultivierung der Kräuter für das vielfältige Sortiment an Kräuterprodukten.

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www.kronplatz.com

Quelle: Tourismusverband Ferienregion Kronplatz